Spiel des Jahres Gewinner — alle Preisträger im Überblick
Der renommierte deutsche Spielepreis seit 1979. Eine Übersicht der bedeutendsten Gewinner und deren Einfluss auf die Spielewelt.
Was ist das Spiel des Jahres?
Das „Spiel des Jahres" ist der wichtigste Brettspiel-Preis im deutschsprachigen Raum. Er wird seit 1979 jährlich vergeben und ist eine der ältesten und renommiertesten Spieleauszeichnungen überhaupt. Die Jury besteht aus Spielejournalisten, Bloggern und Spieleexperten, die unabhängig abstimmen.
Der Preis hat gewaltige Auswirkungen auf den Markt: Spiele, die das Siegel „Spiel des Jahres" tragen, sehen oft explosives Verkaufswachstum. Viele Spieler kaufen Spiele speziell, weil sie den Preis gewonnen haben.
Alle Gewinner seit 1979 in der Übersicht
Hier ist eine Auswahl der wichtigsten Gewinner aus verschiedenen Phasen:
- 1979: Hase und Igel (Rennspiel)
- 1995: Catan (vormals „Die Siedler von Catan")
- 2001: Carcassonne (das Legespiel)
- 2010: Dixit (das kreative Erzählspiel)
- 2016: Codenames (Wort-Ratespiel)
- 2018: Azul (das Plättchen-Legespiel)
- 2019: Just One (Ratespiel)
Diese Liste zeigt Spiele, die nicht nur als Preis-Gewinner, sondern auch als zeitlose Klassiker bekannt sind.
Die einflussreichsten Gewinner erklärt
Catan (Spiel des Jahres 1995): Das Spiel, das moderne Brettspiele revolutionierte. Bevor Catan kam, gab es wenig Alternative zu klassischen Spielen wie Monopoly. Catan bewies, dass es einen Markt für innovative, strategische Spiele gab. Der Preis machte Catan zur Ikone.
Dixit (2010): Zeigte, dass Brettspiele nicht nur Regeln und Strategie sind, sondern auch Kreativität und künstlerische Ausdrucksform. Dixit öffnete Türen für viele weitere kreative Spiele.
Codenames (2016): Ein Wort-Ratespiel, das bewies, dass einfache Regeln und sozialer Spielspaß zeitlose Werte sind. Codenames ist heute eines der meistgekauften Partyspiele weltweit.
Azul (2018): Ein reines Legespiel, das zeigt, dass Eleganz im Spieldesign wertvoll ist. Azul hat seitdem viele Nachfolger und Nachahmer inspiriert.
Nominierungen und Kandidaten 2026
Die Auswahl für 2026 ist noch nicht abschließend bekannt. Üblicherweise werden im Juni/Juli die Nominierungen bekannt gegeben, und der Gewinner wird im Juli in Berlin verkündet. Kandidaten sind typischerweise Spiele, die im letzten Jahr besonderen Eindruck bei der Jury gemacht haben.
Generell gelten Spiele mit folgenden Charakteristiken als gute Kandidaten: innovative Spielmechaniken, ansprechende Illustrationen, kurze Lernkurve, hoher Wiederspielwert, und Fokus auf Spielspaß statt Komplexität (für das Hauptspiel) bzw. Tiefe für die Kennerspiel-Kategorie.
Wie wird der Gewinner ausgewählt?
Das Verfahren ist transparent und professionell: Im ersten Schritt sammelt die Jury alle Spiele, die im letzten Kalenderjahr veröffentlicht wurden. Aus hunderten von Spielen werden etwa 10–20 Kandidaten ausgewählt. Diese Kandidaten spielen die Juroren wiederholt und diskutieren ihre Eindrücke.
Im zweiten Schritt wird abgestimmt. Die Jury besteht aus etwa 10 Juroren und ein Spiel braucht meist eine klare Mehrheit, um zu gewinnen. Das System ist demokratisch und verhindert, dass nur ein Juror alles entscheidet.
Die Jury legt Wert darauf, dass ein Gewinner nicht zu nische ist — es sollte Fähigkeit für breite Zielgruppen haben. Das ist ein bewusster Punkt: Das Spiel des Jahres sollte für viele Menschen spielbar und unterhaltsam sein.
Fazit
Das Spiel des Jahres ist eine verlässliche Orientierungshilfe für Spielekäufer. Ein Preis garantiert nicht, dass das Spiel Ihnen persönlich gefällt — aber es garantiert, dass es hochwertig und spielbar ist. Für Neueinsteiger ist ein Spiel des Jahres immer eine sichere Wahl.
Die Geschichte der Gewinner zeigt auch die Entwicklung der modernen Spielewelt: von klassischen Spielmechaniken über strategische Tiefe bis hin zu künstlerischen und kreativen Ausdrucksformen in Spieldesign.